Das antike Kulturland fand in der Vergangenheit nie zu nationaler Einheit und Unabhängigkeit. Perser, Griechen, Mongolen, Araber und Türken zogen durch. Peter der Große eroberte 1723 Aserbaidschan vorübergehend für Russland. 1828 annektierten die Russen endgültig den Norden des Landes, während der Süden an Persien fiel.
1883 wurde die transkaukasische Eisenbahn ans Schwarze Meer vollendet, Baku entwickelte sich wegen des Ölreichtums - die Hälfte der weltweiten Erdölproduktion -
zu einer Industriemetropole im Russischen Reich.
1918 wurde Aserbaidschan unabhängige Republik, doch schon 1920 machte die Rote Armee der Unabhängigkeit ein Ende. Es entstand bis 1936 - zusammen mit Armenien und Georgien - die transkaukasische Sowjetrepublik.
Der Zerfall der Sowjetunion begünstigte die Unabhängigkeit Aserbaidschans. 1988 kam es wegen Separatismus und territorialen Ansprüchen - um das Gebiet Berg-Karabach - seitens der Republik Armenien gegenüber der Republik Aserbaidschan zum Krieg; ein Konflikt der bis heute noch nicht gelöst wurde.